Friedrich-Wilhelm-Platz

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Friedrich-Wilhelm-Platz um 1900

Der heutige Scheidemannplatz geht zurück auf eine Stadterweiterung aus dem Jahre 1833. Die projektierte Friedrich-Wilhelm-Stadt, die durch den Kurfürst Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel ihren Namen erhielt, sollte mit der Friedrich-Wilhelm-Straße (heute Ständeplatz) und dem Neuen Wilhelmsplatz (heute Scheidemannplatz) ihren Mittelpunkt erhalten. Die ursprünglichen Planungen sahen im Zentrum des neuen Wilhelmplatzes das von 1834-36 errichtete Ständehaus vor. Durch drei den Platz querende Radialstraßen wäre hier eine Anlage von gleicher Bedeutung wie der des Königsplatzes entstanden.

Die historische Bebauung wurde durch die Bombenangriffe auf Kassel in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1943 zerstört.

Seine heutige Gestalt erhielt der Platz in der Zeit des Wiederaufbaus unter dem Einfluss der Moderne von 1950-1954. 1955 wurden die beiden wichtigsten Gebäude am Scheidemannplatz fertiggestellt. Dabei handelte es sich damals um den Sitz der EAM und der Handwerkskammer Kassel.

Der Platz diente zum einen als Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt und zum anderen als Verkehrsknotenpunkt für den Straßenverkehr und die Straßenbahn. Für den Fußgängerverkehr wurden unterirdische Passagen gebaut. Diese wurden entlang des Innenstadtringes an mehreren Stellen errichtet, in der am Scheidemannplatz gab es jedoch auch Geschäfte.

Im Sommer des Jahres 2003 wurde ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes durchgeführt. Nach den darauffolgenden Umbaumaßnahmen konnte der Platz am 23. September 2005 eingeweiht werden.

Im Rahmen der Umgestaltung kam es, wie an anderen Stellen in der Stadt auch, zum Abbau der Unterführungen.

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