Fasanenhof

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Der Stadtteil Fasanenhof wird benannt nach der früheren landgräflichen Fasanerie, der späteren Domäne Fasanenhof. Anfang des Jahrhundert wurde sie aufgelöst.
Die Stadtverordneten beschließen 1920 in vertraulicher Sitzung, die zwischen Kassel und Wolfsanger gelegene Domäne Fasanenhof aufzukaufen.

Als Siedlungsgebiet für untere Einkommens- schichten geplant, wurden zunächst im Verlauf der Ihringshäuser Straße und der Eisenschmiede genossenschaftlich gebaute Häuser errichtet.

1921 wurde die „Gemeinnützige Siedlungs- und Baugenossenschaft Fasanenhof eGmbH“ gegründet (heute in der „Vereinigte Wohnstätten 1889 eG“ aufgegangen).
Ab 1925 wurde das Gebiet zwischen Ihringshäuser Straße und Fuldatalstraße von der Siedlungs- und Baugenossenschaft „Fasanenhof“ bebaut.

In der Hebbelstraße werden bis 1931 im Rahmen des Reichsprogramms zur Linderung der Wohnungsnot Zeilenbauten mit Kleinwohnungen zu 40-50 m² errichtet. Zusätzlich entstehen nördlich der Arnimstraße sehr schmale Reihenhäuser mit Mistweg.

Die zur Siedlung gehörende Fasanenhofschule wird im Stil der klassischen Moderne gebaut, 1930 fertiggestellt und steht heute unter Denkmalschutz.

Deutlich sichtbare kirchliche Zentren erhielt der Stadtteil mit der 1936 eingeweihten katholischen Kirche St. Bonifatius und der im gleichen Jahr fertiggestellten evangelischen Erlöserkirche, es sind die einzigen Kirchenneubauten in Kassel während der NS-Zeit.

An der Stelle des ehemaligen Gutshofs entstand 1962 bis 1970 eine umfangreiche Altenwohnanlage, das Heinrich-Constantin-Heim.
Im Stadtteil liegt das Klinikum Kassel, das 1895 auf dem Möncheberg als Landeskrankenhaus gebaut wurde.

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